Hirnblutung

Umgangssprachlich ist Hirnblutung als Überbegriff für Blutungen im Bereich des Gehirns oder der Hirnhäute
zu verstehen.

Als Hirnblutung im engeren Sinn bezeichnet man nur die Intrazerebrale Blutung im Gehirn selbst. Diese entsteht meist plötzlich, insbesondere bei Menschen mit Bluthochdruck, und äußert sich als Schlaganfall. Im weitesten Sinne zählen zu Hirnblutungen auch die Subarachnoidalblutung
, Epiduralblutung und Subduralblutung, die beim Schädel-Hirn-Trauma
oder Gefäßanomalien auftreten.

Hirnblutungen können lebensbedrohlich sein. Viele Patienten mit einer Hirnblutung müssen neurochirurgisch
behandelt werden.

Hirnblutungen - vor allem traumatisch bedingte - kommen gehäuft bei Alkoholikern vor, da sie in trunkenem Zustand häufig Stürze erleiden, bei denen sie mangels Schutzreflexen mit dem Kopf aufprallen. Zudem können Alkoholiker bei entsprechendem Leberschaden eine gestörte Blutgerinnung haben, was Blutungsereignisse begünstigt und verkompliziert.

Inhaltsverzeichnis


Subarachnoidalblutung

Die Subarachnoidalblutung
(SAB) liegt streng genommen schon nicht mehr im Gehirn, sondern - wie der Name sagt - unter der Spinnengewebshaut (Arachnoidea), die das Gehirn einkleidet. Diese Art von Blutung hat als führendes Leitsymptom ein plötzliches Kopfschmerzereignis (Vernichtungskopfschmerz) mit Übelkeit und Erbrechen.


Epiduralblutung

Das Epidurale Hämatom entsteht meist durch ein Schädel-Hirn-Trauma
. Dabei reißen die innen auf dem Schädelknochen liegenden arteriellen Gefäße ein (A.meningea media). Es folgt ein symptomfreies Intervall (Latenz) für Minuten bis Stunden. Die Blutung schreitet fort und drückt zunehmend die harte Hirnhaut (Dura mater) und das Gehirn nach innen. Übelkeit, Erbrechen, Bewusstlosigkeit und Pupillenerweiterung auf der betroffenen Seite ist die Folge. Es besteht Lebensgefahr. Im Krankenhaus erfolgt meist eine Not-Operation mit Eröffnung des Schädels (Trepanation) oder so genannten Köhnlein-Bohrung hinter und vor dem Ohr der betroffenen Seite zur Druckentlastung. Bei rechtzeitiger Therapie liegen die Überlebenschancen bei etwa 70 % (20 % mit Behinderungen).


Subduralblutung

Als Subduralhämatom (subdurales Hämatom) wird ein Bluterguss (Hämatom
) unter (sub) der harten Hirnhaut
zwischen Dura mater und Arachnoidea bezeichnet, der als Folge einer Hirnblutung auftreten kann. Das Subdurale Hämatom (SDH) entsteht typischerweise durch ein Schädel-Hirn-Trauma. Hohes Alter und medikamentöse Blutverdünnung begünstigen die Entstehung einer Blutung. Bei älteren Menschen kommt es zu einer physiologischen Hirnatrophie und somit zu einem Zug an den Brückenvenen, die dann durch leichte Traumen beschädigt werden können. Ein Subduralhämatom kann direkt nach dem Trauma auftreten (akutes SDH), oder erst Tage bis Wochen nach dem Trauma (chronisches SDH). Kopfschmerzen, Druckgefühl, Desorientierung, Bewusststeinsstörung sind die Folge.


Siehe auch


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